Kategorie: Berlin

Jahresendabrechnung

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Hose, Seidenbluse: Diy

Toughes Jahr. Tougher Jahresabschluss ist geplant. Hier dann das Jahresabschlussoutfit. Wird alles wieder. Ich fühl das. Arme hoch und Stahlgewitter.

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Alkommerz

Jenau.

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Bild

Hier passiert nicht viel. Das Bloggen ist mir gerade seltsam fremd geworden. Mein Gesicht und meine Geschichte ins Internet halten. Ich habe gerade nicht viel zu erzählen. Nicht viel zu zeigen. Nicht mehr in diesem Rahmen. Keine Lust Kleider zu zeigen. Es ist nicht so als würde ich sie nicht machen. Es ist auch nicht so, als würde ich keine Bilder produzieren. Es passiert. Die ganze Zeit. Ich behalte sie nur lieber für mich.

Habe gute Bücher gelesen. Und viel drüber nachgedacht. Denken tue ich eh eine Menge. Meistens ist es aber nicht besonders klug.

Habe mich von meinem Freund getrennt. Hadere mit allem. Möchte gerne wieder umziehen. Tue das sogar in den nächsten drei Wochen, aber leider nur ein Viertel weiter. Lieber wäre mir momentan eine andere Stadt. Man kann sich denken welche. Da fahr ich auch Samstag mal wieder hin. Die Arme von mir strecken und Stroboskop. Vielleicht wird es ja auch irgendwann wieder gut.

Heimweh!

21.06.2011, Berlin Neukölln. Immer noch zu Hause. Oder halt nicht.

Ich bin nicht in Berlin

„Ey, hier sehen alle echt gleich aus. Der typische Designerlook. Alle. Da riecht man ja schon zehn Meter gegen den Wind, dass ihr alle aus dem selben Stall kommt.“Hm, ok. „Aber du fällst da schon noch ein bisschen raus.“ Hm, ok. Tu ich? Fall ich raus aus dem artyfarty Style wie ein modeferner Bekannter 2010 am Rande der Fashion Week zu mir meinte? Hallo, ich hab die hässlichste Brille der Welt. Und wieso denk ich überhaupt darüber nach? Ich bin meistens eher so der Typ „Was, ich muss schon aufstehen? OH FUCK, ich muss schon da sein!“, was dann natürlich meistens mit minimal Styling endet. „Wo sind meine Schuhe?“, ist dann wichtiger als die Frage welche ich eigentlich tragen sollte. Ich bin faul. Ich bin bequem. Ich mag mich nicht durch Kleidung eingeschränkt fühlen. Und ja, hohe Schuhe schränken mich ein. Und wer das Gegenteil behauptet, der ist entweder ein guter Schmerzverdränger oder hat sich seine Füße schon endgültig ruiniert. 
Ich hasse shoppen. Wie kann man das nur freiwillig machen? So als Belohnung oder gar zur Entspannung. Ich werd da wahnsinnig. Und hab das dringende Bedürfnis jemanden umzuhauen. Also gibt es selten neue Klamotten für mich. 
Äh, was? Ne, ich hab doch ständig was neues an. Wenn ich gefragt werde wo ich diesen Mantel herhabe, oder die Hose, dann ist meine Antwort zu neunundneunzig Prozent „Hab ich selbst gemacht.“, das ist nämlich mein Stil. Ich mache selber. Ich habe keine Lust mich im neuen Trendgehure anzuziehen. Trends, die dann meistens eh nach ein paar Wochen wieder obsolet sind. Ich habe eine kleine Oma in mir. Und die gewöhnt sich nicht so schnell an Neuigkeiten. Die will klassische Silhouetten. Die will gute Stoffe. Und die will vor allem nicht, dass irgendwas kneift, wenn sie mal wieder zu viele Pralinen genascht hat. Ich bin konservativ. Ich trage dreissig Jahre alte Mäntel. Ich mag es klassisch. Und kann das doch nicht. Ich werde es nie schaffen wie die Jurastudentin auszusehen. Ich werde immer irgendwo eine Reminiszenz an meine Punkervergangenheit an mir haben. Ironie ist das Stichwort. Mut zur Hässlichkeit. Mode soll doch schließlich Spass machen und was macht mehr Spass als schlechte Witze. Zitieren von (tradierten) Rollen, bei großer Faulheit. Das ist mein Stil. 

Momente zum Erinnern – 2011

So 2011 geht seinem Ende zu. Ereignisreich war es. Angefangen mit totaler Unsicherheit. Studium geschmissen gehabt. Scheiß Job mit dummem Chef für 7€ Brutto, weil man ja eine von vielen unqualifizierten Uschis in Berlin ist. Aus Berlin weggezogen. Hätte ich ja Anfang 2010 niemanden geglaubt, dass ich das mal täte. Eine wichtige Prüfung vergeigt, ist mir auch noch nie passiert. Zwei gewonnen. Die Frage nach dem neuen Wohnort erfolgreich beantwortet. Mich einleben im neuen Studium. Viel los. Das muss man dann auch begießen. Dafür braucht es natürlich eine rosafarbene Bomberjacke. Prosit!

Abstraktionen II

Die zweite Serie zur Bewerbung. Wollen wir hoffen, dass solche Bilder noch ein paar Monate auf sich warten lassen und wir noch ein bisschen Spätsommersonne kriegen. Plus passender Musik zu den Serien. Jaja, ihn pfeiffen die Spatzen von den Dächern und ich bin Teil der Hypemaschine. Das macht ihn aber kein bisschen weniger toll!

Abstraktionen

Die fertige Serie mit der ich mich an den Kunsthochschulen bewarb. In Einzelteilen hier und da ja immer mal wieder hier am Rande zu sehen gewesen. Jetzt also ganz.

So long and thanks for all the fish

Don´t Panic!

Momente zum Erinnern – Berlin

Hier ein Bild aus sehr sehr sehr glücklichen Tagen in dieser Stadt. Beste Zeit. Jacke, Hose, Hemd und Fotograf hab ich noch. Wohnung, Frisur und Schal leider schon lange nicht mehr.

Fünf Jahre Berlin. Noch nie lebte ich so lange in einer Stadt. Die Orte meiner Kindheit gibt es nicht mehr. Heimat war für mich ein fremder Begriff. Hier habe ich eine gefunden. Hier bin ich zu Hause. Nicht mehr lange. Noch zwei Wochen, dann ziehe ich weg. Ich werde es vermissen.
Ich zog hier her nachdem ich ein Jahr lang in Wien vereinsamte. Kam pünktlich zur Fussballweltmeisterschaft. Genoss es mit dem Fahrrad besoffen über die während der Deutschlandspiele völlig verwaiste Frankfurterallee zu heizen. Knutschen auf Hausdächern beim Sonnenuntergang. Viel getanzt habe ich. Viele Nächte hindurch und auch so manche Tage.

Wurde Berlins erster Jelly Wrestling Champion. Verliebte mich mehrmals (zumindest schlussendlich) unglücklich und dann auch mal glücklich. Gab mich mit Hilfe eines Quittungszettels erfolgreich als Stylistin von Scooter aus. Kam auch mal in die Bar25 nicht rein und regte mich über die Türpolitik auf. Hatte Munition vor meiner Haustür liegen und eine Kneipenschlägerei in der dreckigsten Eckkneipe. Traf interessante Menschen und absolute Langweiler. Lag im Bett und war der Stadt überdrüssig und konnte nicht genug von ihr kriegen.
Jetzt ganz bald gehe ich weg. Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ich bin zwar immer noch ich, nur woanders. Aber dieses woanders. Das wird seltsam. Momente zum Erinnern. Ich habe mich hier verändert. Und ganz vielleicht bin ich sogar ein bisschen erwachsen geworden.