Kategorie: Konzert

Neben dem Spektakel

unbenannt-1 Unbenannt-2 Unbenannt-3 Unbenannt-4Scheeßel.

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Momente zum Erinnern – Musik

Sowas hab ich früher gehört. War geil. Lange vergessen. Ist immer noch geil. Energie. Yes.

Tomorrow In A Year

Ich bin um eine Rezession der Oper „Tomorrow in a year“ gebeten worden. Fällt mir schwer.
Also kurz die harten Fakten: Die Musik wurde von The Knife geschrieben (mit Unterstützung von Planningtorock und Mt. Sims). Getanzt wurde von Hotel Pro Forma. Für das Licht zeigte sich Jesper Konshaug verantwortlich. Thema des Ganzen war Charles Darwin. Gezeigt wurde diese Oper im Rahmen der Internationalen Tanztage in Münster. Soviel habe ich verstanden. Dann hörts auch langsam auf.

Ich fuhr also Samstag Mittags im schönsten Sonnenschein los um Abends ins Theater zu gehn und Sonntag Morgen wieder nach Haus zu fahren. Im Sommer Auto fahren hat für mich immer eine Komponente von Freiheit, ich kann es schwer beschreiben. Aber die Art wie die Landschaft an einem vorbei zieht macht den Kopf so wunderbar leer und lässt mich denken. Und da zogen sich erst die flachen Wiesen Brandenburgs und Niedersachsen. Dann wurde es hügelig und geschwungener. Und mittendrin die Käfer aus Blech. Ich mag das. Fahre aber auch sehr selten Auto und in Ermangelung eines Führerscheins niemals selber. Anderen mag das nicht so auffallen.
Und von der Käferinnenwelt, dann in eine ganz andere. Große Bühne auf die ich von ganz rechts oben schaute. Weit weg. Entrückt irgendwie. Darauf ein Kasten, Menschenhoch, fast die ganze Bühne breit und mehrere Meter tief. Darüber eine Projektionsfläche, die beinah die ganze Bühne nach oben einnahm. Zu Beginn: Klassischer Operngesang, auf die nicht so klassische Opernmusik von The Knife. Die Musik war mir natürlich um einiges eingänglicher als der Gesang. Irritation. Eine Große Lücke zwischen der Stimme – hoch und klar und mit dieser Affektiertheit und der Betonung einer Opernsängerin – und der Musik – sphärisch, kleinteilig und vibrierend – und doch eine Symbiose aus Gegensätzen. Ähnlich auch die späteren Tanzszenen. Es wurde gemeinsam begonnen und dann in Vatitonen alleine getanzt. Nicht synchron, immer ein bisschen versetzt, aber dennoch als ganzes. Passend zum Thema also: Wenn alles irgendwie zusammenhängt, sich aber unabhängig voneinander entwickelt, ist alles im Großen betrachtet irgendwie ähnlich. Oder auch nicht. Je nach der Art, wie man es betrachtet. Mikro- und Makrowelten. Sowohl in der Musik, als auch im Tanz oder im Licht (das wirklich eine Hauptrolle inne hatte), als auch in den Symbiosen die man sehen konnte.
Verstanden hab ich wenig. Beeindruckt hat es mich sehr.

Am Rande sei euch noch der Tenorsänger Jonathan Johansson sehr ans Herz gelegt. Und hier kann man dann auch die ganze Oper hören.

Keep the streets empty

Glück ist, wenn man Musik greifen kann. Selbst wenn das nach Weihrauch riecht. Zweimal an einem Abend. Zweimal 6.1. Zweimal Bass, der einem alles zerreißt. Zweimal Licht, das wahnsinnig macht. Zweimal das schönste Konzert, das ich mir vorstellen kann.

p.s.:
Fällt das jetzt unter „Scheiße ich werd alt!“, wenn ich mir eigentlich alle Konzerte bestuhlt wünsche?

Cool Kids Can´t Die

White Trash, Lousville Labelnacht, 8.10.2008

Tiger Paws

Ä, 1.10.08. Tiger Paws.